Der Friedhof wurde auf Initiative der britischen Behörden angelegt, die einen gemeinsamen Begräbnisplatz für alle polnischen Soldaten schaffen wollten, die in Belgien ihr Leben verloren haben. Die sterblichen Überreste wurden aus verschiedenen Städten und Gemeinden überführt, darunter Ypern, Gent, Stekene, Tielt, Roeselare und Merksplas.
Die hohen Kreuze aus Naturstein haben kurze Arme und tragen Metallplatten mit den Angaben der Verstorbenen. Für jüdische Soldaten gibt es Grabmale mit Bögen und Davidstern. Zwei Reihen von Gräbern mit Metallplatten, die die Namen der Gefallenen tragen, erstrecken sich entlang eines Pfades. Hinten steht eine Gedenkmauer.
Gedenkmauer
Hinten auf dem Friedhof steht eine Gedenkmauer, die mit weißen und grauen Natursteinfliesen bedeckt und mit einem Metallkreuz gekrönt ist. Auf und um diese Gedenkmauer herum befinden sich Gedenktafeln mit unter anderem den Namen der von polnischen Soldaten befreiten Städte und Gemeinden, dem Motto "Für Ihre und unsere Freiheit" (auch auf Polnisch und Französisch), dem Abzeichen der 1. Polnischen Panzerdivision – ein Kavalleriehelm und ein stilisierter Flügel – und einem Abzeichen für die polnischen Staffeln der RAF.
Ein Bleibendes Andenken
Die Skulptur auf dem Friedhof – die eine weibliche Figur mit einem Lorbeerkranz darstellt – wurde 1959 von Marion Wnuk aus Warschau geschaffen. Wnuk war ein angesehener Bildhauer, der während des Zweiten Weltkriegs im Untergrundwiderstand aktiv war und deportiert wurde. Nach dem Krieg wurde er unter anderem Rektor an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Danzig und an der Akademie der Schönen Künste in Warschau. Er gewann mehrere Preise und errichtete einige prestigeträchtige Denkmäler, loyal zum sowjetischen Regime.
Jährliches Gedenken
Einmal im Jahr kommen die in Belgien lebenden Polen – auf Initiative der Polnischen Union und mit Vertretern verschiedener Regierungen – zusammen, um ihrer Toten zu gedenken.






